Themenfeld 01

Einstieg & Konzeption

Von der Idee zum Logframe: Zielgruppen und Bedarfe klären und eine Wirkungslogik aus Output, Outcome und Impact aufbauen, die allen Beteiligten Orientierung gibt.

Worum es geht

Die meisten Vorhaben scheitern nicht an der Umsetzung, sondern an einem Ziel, das nie genau ausgesprochen wurde. Ein Logframe zwingt zur Präzision: Zwischen jeder Stufe muss ein begründeter Zusammenhang stehen — und es wird sichtbar, wo bisher nur eine Hoffnung war.

Output ist, was getan wird. Outcome ist, was sich bei den erreichten Menschen ändert. Impact ist, was sich darüber hinaus im Umfeld verändert. Die häufigste Verwechslung: Output wird als Erfolg berichtet, obwohl niemand weiß, ob danach etwas anders war.

Wer die Kette mit denen baut, die sie später tragen, merkt später auch, wenn etwas nicht mehr stimmt.

Ein erprobtes Vorgehen

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    Zielgruppe und Bedarf schärfen

    Nicht „Jugendliche“, sondern: welche, wie viele, mit welchem konkreten Problem. Zwei Quellen genügen für den Anfang — vorhandene Daten und drei Gespräche mit Menschen, die täglich mit der Zielgruppe arbeiten.

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    Von rechts nach links denken

    Erst die angestrebte Wirkung, dann die Leistungen, zuletzt die Aktivitäten. Wer links beginnt, beschreibt nur, was ohnehin geplant war.

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    Annahmen aussprechen und notieren

    Dass die Zielgruppe das Angebot findet, es annimmt, die Veränderung bleibt: Genau dort kippen Vorhaben — und nur notierte Annahmen lassen sich rechtzeitig prüfen.

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    Gegenprobe und Kürzung

    Ein Logframe, der auf eine Seite passt, wird benutzt. Einer über zehn Seiten wird abgelegt. Der letzte Arbeitsschritt lautet deshalb: Was streichen wir?

Was dabei entsteht

Wirkungslogik auf einer Seite

Als Grafik und als Text — verwendbar für Anträge, Website und interne Abstimmung.

Annahmenprotokoll

Jede Verknüpfung mit Begründung und dem Risiko, falls sie nicht trägt.

Indikatorenvorschlag

Höchstens zwei je Stufe, mit Erhebungsweg und ehrlicher Aufwandsschätzung.

Häufige Stolpersteine

  • Das Ziel hängt an einer einzigen Maßnahme. Fällt sie aus dem Budget, fällt das ganze Vorhaben — obwohl es andere Wege gäbe.
  • Impact wird versprochen, wo realistisch nur Outcome beeinflussbar ist. Das fällt spätestens beim ersten Bericht auf.
  • Die Wirkungslogik entsteht für den Antrag und wird danach nie wieder geöffnet.
  • Die Zielgruppe kommt nur als Empfänger vor, nicht als Beteiligte. Dann fehlt die Information, ob das Angebot ankommt.
Frei nutzbar, ohne Anmeldung

Wirkungslogik-Werkzeug

Die Schritte 2 und 3 lassen sich auch allein gehen. Das Werkzeug führt in vier Schritten durch die Kette — Ergebnis als PDF.

Werkzeug öffnen →

Weiterlesen

Die Grundlagenseite ordnet Output, Outcome und Impact ein; die Praxisbeispiele zeigen die Anwendung im konkreten Fall.