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Logframe Vorlage

Der Logframe fasst Ziele, Indikatoren, Datenquellen und Annahmen in einer Matrix zusammen. Diese Seite zeigt den Aufbau und ein ausgefülltes Beispiel. Das Gerüst erzeugen Sie über das Wirkungslogik-Werkzeug und drucken es aus.

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Aufbau der Matrix

Der Logical Framework, kurz Logframe, ist eine Tabelle mit vier Zeilen und vier Spalten. Die Zeilen sind die Ebenen der Wirkungskette, die Spalten die Prüffragen zu jeder Ebene. So sieht die leere Vorlage aus:

Ebene Beschreibung Indikator Datenquelle Annahmen
Oberziel Wozu trägt das Projekt bei? Messgröße mit Ausgangs- und Zielwert Wer, womit, wie oft? Was außerhalb Ihres Einflusses zutreffen muss
Projektziel Was ändert sich bei der Zielgruppe? Messgröße mit Ausgangs- und Zielwert Wer, womit, wie oft? Was zutreffen muss, damit das Oberziel folgt
Ergebnisse Welche Leistungen liefern Sie? Menge und Qualität der Leistung Eigene Dokumentation Was zutreffen muss, damit das Projektziel folgt
Aktivitäten Was tun Sie dafür? Umsetzungsstand Eigene Dokumentation Was zutreffen muss, damit die Ergebnisse entstehen

Gelesen wird die Matrix von unten nach oben: Wenn die Aktivitäten stattfinden und die Annahmen zutreffen, entstehen die Ergebnisse. Wenn die Ergebnisse vorliegen und die nächsten Annahmen zutreffen, stellt sich das Projektziel ein. In dieser Wenn-dann-Kette steckt der Gehalt, nicht in der Tabellenform.

Die vier Spalten im Einzelnen

  • Beschreibung: was auf dieser Ebene entstehen soll.
  • Indikator: woran Sie es messen, mit Ausgangs- und Zielwert.
  • Datenquelle: wer erhebt, womit, wie oft.
  • Annahmen und Risiken: was zutreffen muss, damit Sie die nächste Ebene erreichen.

Ein ausgefülltes Beispiel

Projekt: Nahversorgung in drei Seitentälern, Laufzeit 2027 bis 2029. Die vier Ebenen stehen hier in der Reihenfolge der Matrix, also mit dem Oberziel oben.

4Oberziel

Beschreibung
Die Täler bleiben auch für Haushalte ohne Auto bewohnbar.
Indikator
Wanderungsbilanz der Altersgruppe über 70: Ausgang minus 14 Personen pro Jahr, Ziel ausgeglichen bis 2032.
Datenquelle
Melderegister der drei Gemeinden, jährlich.
Annahme
Das Mikro-ÖV-Angebot ab 2027 bleibt bestehen.

↑ trägt bei zu

3Projektziel

Beschreibung
Haushalte ohne Auto decken ihren Wocheneinkauf im Tal.
Indikator
Haushalte mit regelmäßigem Einkauf: Ausgang 0, Ziel 240 von 412 bis Ende 2028.
Datenquelle
Auswertung der Kundenkarten, jährlich im Oktober.
Annahme
Das Sortiment deckt den Grundbedarf ab.

↑ führt zu

2Ergebnisse

Beschreibung
Ein Selbstbedienungsladen mit 96 Quadratmetern ist rund um die Uhr zugänglich.
Indikator
Öffnungsstunden pro Woche: Ausgang 0, Ziel 168 ab dem dritten Quartal 2027.
Datenquelle
Protokoll des Zutrittssystems, monatlich.
Annahme
Die Baugenehmigung liegt bis zum ersten Quartal 2027 vor.

↑ erzeugen

1Aktivitäten

Beschreibung
Umbau des Erdgeschosses, Aufbau des Liefernetzes, Schulung des Ehrenamtsteams.
Indikator
Zwölf Schulungen bis Ende 2028.
Datenquelle
Teilnahmelisten.
Annahme
22 Ehrenamtliche stehen dauerhaft zur Verfügung.

Der häufigste Konstruktionsfehler

Viele lassen die Spalte Annahmen leer oder tragen dort Selbstverständlichkeiten ein. Damit verliert die Matrix ihren Zweck, denn sie soll gerade die Stellen zeigen, an denen die Kette reißen kann. Eine brauchbare Annahme erkennen Sie daran, dass Sie mit den Schultern zucken müssen, wenn jemand fragt, ob sie sicher zutrifft.

Zweithäufiger Fehler: Indikatoren ohne Ausgangswert. Ein Zielwert ohne Startpunkt ist keine Messgröße, sondern eine Absichtserklärung.

Logframe oder Wirkungslogik?

Die Wirkungslogik ist der Inhalt, der Logframe eine Darstellungsform. Wer zuerst die Kette klärt und danach die Matrix füllt, braucht fürs Ausfüllen eine Stunde. Wer direkt in der Matrix denkt, produziert oft eine Tabelle, deren Zeilen inhaltlich nicht aufeinander aufbauen.

Die Reihenfolge lautet deshalb: erst Wirkungslogik erstellen, dann Wirkungsziele formulieren, dann in die Matrix übertragen. Worin sich Leistung und Wirkung auf den einzelnen Zeilen unterscheiden, zeigt Output, Outcome, Impact.

Wann welche Fördergeber welche Form verlangen

EU-Programme wie Interreg und Horizon arbeiten überwiegend mit dem Logframe oder eng verwandten Formaten. LEADER und CLLD fragen dieselben Inhalte ab, oft ohne die Matrixform zu verlangen. Stiftungen und Landesförderungen im deutschsprachigen Raum greifen häufiger zur Wirkungstreppe. Der Inhalt bleibt in allen Fällen derselbe, nur die Darstellung wechselt.

wirkungsorientierung.com/logframe-vorlage/ · Lizenz CC BY-NC 4.0 · Wirkungsorientierung – WIRKZEUG
Häufige Fragen

Zur Vorlage

Das Wirkungslogik-Werkzeug erzeugt ein Blatt mit allen Ebenen, das Sie ausdrucken oder als PDF sichern. Den Text können Sie auch kopieren und in Ihrer eigenen Tabelle weiterverarbeiten. Ohne Anmeldung, Ihre Eingaben bleiben im Browser.

Drei bis fünf. Wer mehr aufführt, hat meist Aktivitäten als Ergebnisse notiert. Ein Test: Ein Ergebnis existiert am Projektende als Zustand, eine Aktivität ist dann vorbei.

Bedingungen außerhalb Ihres Einflusses, von denen der Sprung zur nächsten Ebene abhängt: Genehmigungen, Kofinanzierung, Wetter, Personalverfügbarkeit, das Verhalten Dritter. Was Sie selbst steuern, ist keine Annahme, sondern eine Aufgabe.

Ja, und Sie sollten es. Wenn sich eine Annahme als falsch erweist, ist das ein Ergebnis und kein Fehler. Halten Sie die Änderung mit Datum und Begründung fest. Fördergeber bewerten eine begründete Anpassung besser als eine Matrix, die drei Jahre unverändert bleibt, während das Projekt längst anders läuft.

Matrix aus der Kette erzeugen

Das Werkzeug fragt Ebenen, Indikatoren und Datenquellen einzeln ab und gibt das Ergebnis als PDF aus.